BEUEL Pia Weise freut sich. Sie hat zu Beginn dieses Ausbildungsjahres einen Ausbildungsplatz zur Kauffrau für Bürokommunikation beim Beueler Kinder- und Jugendhilfeverein Motiviva gefunden. "Wohl nur, weil ich an dem Modell Parnerschaftliche Ausbildung teilnehmen kann", sagte die junge Frau.
Dieses Modell stellten jetzt Hermann Classen, Geschäftsführer des Vereins Motiviva und Wolfgang Kleineheer, Niederlassungsleiter der Zeitarbeitsfirma Start, am Vereinssitz in der Beuler Hermannstraße vor. "Mehr als 100 Bewerbungen habe ich geschrieben, um nach dem Schulabschluss nahtlos einen Ausbildungsplatz zu finden", berichtete Pia Weise, bis sie sich an die Start Zeitarbeit NRW wandte.
Das Unternehmen konnte insoweit helfen, als es die junge Frau an den Verein Motiviva vermittelte.
"Als Zeitarbeitsunternehmen üverlassen wir den Ausbildungsplatzsuchenden einem Arbeitgeber", erklärte Kleineheer. "Dabei teilen wir uns Aufgaben und Kosten." So übernähme Start sämtliche administrative Aufgaben. Dazu gehören nach Kleineheers Angaben, die schulische Betreuung, Anmeldungen zu Prüfungen, Verhandlungen mit den Berufsschulen, den Industrie- und Handwerkskammern sowie den Landwirtschaftskammern. "Der Arbeitgeber hat mit dem Papierkram und organisatorischen Dingen also nichts zu tun." "Wir stellen den Ausbildungsplatz und versuchen, unserer neuen Auszubildenden beste Voraussetzungen zu schaffen", erklärte Classen.
"In der Vergangenheit haben wir schon einmal an diesem Modell teilgenommen und beste Erfahrungen genacht." Denn die heutige Angestellte Elisabeth Kreter hätte vor mehr als drei Jahren ebenso an der "Partnerschaftlichen Ausbildung" teilgenommen. Ihre Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation absolviert und sei nunmehr in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen worden.
Kreter erklärte, dass sie ganz ähnliche Erfahrungen wie Pia Weise mit etlichen, vergeblichen Bewerbungen gemacht habe. Eine Teilung sieht das Modell Partnerschaftliche Ausbildung auch hinsichtlich der Kosten vor: Das Zeitarbeitsunternehmen übernimmt bis zu 50 Prozent der Ausbildungsvergütung. Den Rest trägt Arbeitgeber Motiviva.